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Sanitär Ratgeber

Thermische Desinfektion

Was ist Thermische Desinfektion?

Die thermische Desinfektion ist ein Verfahren, bei dem Keime und Bakterien durch hohe Temperaturen abgetötet werden. Sie wird vor allem in der Sanitärtechnik eingesetzt, um die Wasserhygiene sicherzustellen. Dieses Verfahren ist besonders effektiv gegen Legionellen, die in warmem Wasser gedeihen können.

Wie funktioniert das Verfahren?

Bei der thermischen Desinfektion wird das Wasser auf mindestens 70 °C erhitzt. Diese Temperatur tötet die meisten Keime und Bakterien innerhalb weniger Minuten ab. In der Praxis wird oft das gesamte Leitungssystem für eine bestimmte Zeit auf diese Temperatur gebracht, um eine gründliche Reinigung zu gewährleisten.

Warum ist diese Maßnahme wichtig?

Die thermische Desinfektion schützt vor gesundheitsschädlichen Keimen wie Legionellen. Diese Bakterien können schwere Krankheiten wie die Legionärskrankheit verursachen. Regelmäßige Desinfektion ist besonders in öffentlichen Gebäuden, Krankenhäusern und Hotels notwendig, um die Sicherheit der Nutzer zu gewährleisten.

Wo wird das Verfahren angewendet?

Sanitärbetriebe setzen die thermische Desinfektion in Warmwasseranlagen, Duschen und Trinkwassersystemen ein. Sie ist auch in der Lebensmittelindustrie und in medizinischen Einrichtungen üblich. Überall dort, wo sauberes Wasser essenziell ist, spielt dieses Verfahren eine wichtige Rolle.

Vorteile des Verfahrens

Die thermische Desinfektion benötigt keine chemischen Zusätze, was sie umweltfreundlich macht. Sie ist einfach durchzuführen und hinterlässt keine Rückstände. Zudem ist sie eine zuverlässige Methode, um die Wasserqualität langfristig zu sichern.

Wichtig: Bei diesen Temperaturen besteht an allen Entnahmestellen Verbrühungsgefahr. Die thermische Desinfektion führt deshalb ein Fachbetrieb durch, der die Entnahmestellen sichert.